cremiges Tiramisu

27 September 2014

Kaum ein Dessert repräsentiert die italienische Küche so sehr wie das Tiramisù. Die süße Verführung wurde erstmalig Ende des 17. Jahrhunderts in Siena erwähnt, wo die Nachspeise bei einem Bankett für den Großherzog Cosima III. serviert wurde.
Bei diesem weltberühmten Dessert darf man schon mal die Geschichte und Namensgebung näher betrachten. Das Tiramisu (ist ein Dessert aus Venetien und weit über seinen Entstehungsort hinaus bekannt. Übersetzt bedeutet es „zieh mich hoch“.
Tiramisu besteht aus abwechselnden Schichten von Biskotten und einer Creme aus Mascarpone, Eigelb. Die Löffelbiskuits werden mit kaltem Espresso beträufelt, der mit Marsala oder Amaretto, alternativ auch mit Weinbrand oder einem anderen alkoholischen Getränk aromatisiert wird. Das Dessert wird geschichtet und dann mehrere Stunden gekühlt, so dass es fest wird. Vor dem Servieren wird die abschließende Cremeschicht mit reichlich Kakaopulver bestäubt.

Ich liebe Tiramisu, dieses cremige Dessert ist einfach der Himmel auf Erden für mich 🙂
Tiramisu ist schnell zubereitet und schmeckt himmlisch und zugleich leicht verführerisch. Mittlerweile gibt es im wirklich viele Varianten: ohne Ei, ohne Biskotten – ja sogar ohne Kaffee, mit Topfen oder Frischkäse oder mit Schlagobers anstatt Mascarpone und hin und wieder sogar mit Gelatine. Ich bevorzuge die klassische, nicht allzu süße Variante mit einer cremigen, nicht zu festen Textur aus Mascarpone und mit einem frischen Aroma, so wie es in Italien serviert wird.


  • 8 Eidotter
  • 500g Mascarpone
  • 100 g Staubzucker
  • 30 Biskotten
  • 4 cl Rum/Amaretto
  • 2 große Tassen Kaffee (zum Beträufeln)
  • Kakao (zum Bestreuen)

Vorbereitung

Espresso machen oder alternativ einen sehr starken Kaffee kochen und abkühlen lassen. Anschließend wird der Kaffee mit Rum oder Amaretto verfeinert.

Zubereitung

Die Eidotter werden mit dem Staubzucker lange verrührt, bis sich der Zucker aufgelöst hat und die Eidotter sehr hell sind. Dies gelingt besonders schnell mit einem Handmixer oder einer Küchenmaschine. Die Masse soll cremig, zart sein. Anschließend wir die Mascarpone untergehoben und auf langsamer Stufe mit dem Mixer verrührt, bis die Creme keine Klümpchen mehr aufweist.

Tipp: bitte nicht bei den Biskotten sparen 🙂 bei diesem Rezept zahlt es sich aus in traditionelle Biskotten zu investieren, da diese maßgeblich für die Formfestigkeit des Tiramisus verantwortlich sind.

Den Boden der Auflaufform eng mit Biskotten auslegen und mit dem Espresso beträufeln bis sie sich ganz vollgesaugt haben. Anschließend die Biskuits ganz leicht etwas flach drücken. Schneller geht es, wenn man den Espresso in eine Schale oder einen tiefen Teller gießt, dann die Biskotten kurz von allen Seiten eintaucht und sofort in die Auflaufform legt. Dieser Vorgang muss allerdings sehr zügig ablaufen, da die vollgesaugten und weichen Biskotten schnell abbrechen.

Als nächste Schicht wird die Mascrapone-Creme aufgetragen und so wird das Türmchen immer höher geschichtet, bis die Masse aufgebraucht ist. Die finale Anzahl der Lagen ist Geschmackssache, bis zu drei Lagen sind in Italien durchaus üblich, wobei die letzte Lage früher häufig mit Tupfen dekoriert wurde (Spritzbeutel). Für mich persönlich kann es ja nicht genug Schichten Tiramisu geben 🙂
Abschließend wird die Auflaufform mit Folie bedeckt und im Kühlschrank mindestens vier Stunden, besser über einen ganzen Tag,  ziehen gelassen. Das Tiramisu vor dem Servieren dick mit dunklem Kakaopulver oder Bitterschokolade bestäuben.

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